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© Tages-Anzeiger; 07.07.2006 Seite 51

.... Herausragend schliesslich Hugo Jaeggi ( geboren 1936) mit seiner überraschend intimen, aber nie voyeuristischen Langzeit- Bildgeschichte von Trudi R., die den Alterungsprozess dieser Frau von 1986 bis heute verfolgt. Jaeggis hochkarätiges Werk kann man derzeit noch umfassender im Photoforum Pasquart Biel sowie in einem exzellenten, ebenfalls in Zusammenarbeit mit der Fotostiftung entstandenen Bildband studieren. Hier wird vollends klar, dass die Winterthurer Schau mehr ist als nur eine Solidaritätsübung zu Gunsten Unterdrückter und Zu- kurz-Gekommener. Sie ist nicht ganz nebenbei eine Übung zur Korrektur des Tunnelblicks, mit dem der so dominierende Markt mittlerweile auch die Fotografie ins Auge fasst ...
© Der Bund; 24.06.2006 Seite 8
Der kleine Bund


Ein Essayist der Fotografie
Biel-Benken, 1983 (oben), und Petrzalka in der Slowakei, 1992: So unterschiedlich die Motive, so treu ist sich der Solothurner Fotograf Hugo Jaeggi in den vergangenen fünfzig Jahren seines Schaffens geblieben. Sein Weg zu den Menschen und ihrem Leben ist indirekt, seine Fotografie streng komponiert, aber stets mitfühlend. Jaeggi ist ein Essayist der Fotografie, auf der Suche nach dem, was die Dinge im Innersten zusammenhält. Ab morgen ist sein Werk im Photoforum PasquArt in Biel zu sehen (bis 13. August), begleitend ist bei Benteli der Band «Nahe am Menschen» erschienen.